Mikroplastik in der Kosmetik

Mittwoch, 07. Juni 2017

Mikroplastik in der Kosmetik

Plastic not so fantastic

Es ist richtig unheimlich, in welche Lebensbereiche sich Plastik ganz unwissentlich eingeschlichen hat. Wir putzen uns sogar damit die Zähne.

Wir sprechen uns klar gegen Mikroplastik aus! Warum? Das hat zwei Gründe:

  1. Diese Plastikpartikel sind nicht nur umweltschädlich,
  2. sie sind auch gesundheitlich höchst bedenklich.

Allein in Deutschland sind es jährlich um die 500 Tonnen an mikroskopisch kleinen Plastikkügelchen, die für Kosmetika wie Peelings, Zahnpasta, Make up etc. eingesetzt werden. Insgesamt spült Europa 80.000-219.000 Tonnen Mikroplastik jährlich ins Meer. Und warum wird es in der Kosmetik überhaupt eingesetzt? Weil es billig ist, viel billiger als natürliche, biologisch abbaubare Alternativen.

Da die Plastikpartikel so klein sind, passieren sie meist ungehindert die Kläranlagen und gelangen ins Gewässer und ins Meer. Das Problem: die Plastikteilchen wirken wie ein Magnet auf schwer abbaubare Umweltgifte und akkumulieren diese.

Vom Bad ins Meer und zurück auf den Teller

Millionen von Tonnen dieser kleinen Plastikpartikel belasten die Ozeane und gefährden das marine Ökosystem und die menschliche Gesundheit. Denn was wir als Kosmetik den Abfluss runterspülen, wird von Meeresbewohnern gerne mit Nahrung verwechselt und wenn der Fisch oder die Meeresfrüchte wieder auf unserem Teller landen, hat sich das Mikroplastik inkl. akkumulierten Giftstoffen auch in unsere Nahrungskette eingeschlichen. Auch das meiste Meersalz enthält inzwischen Plastikteilchen.

Das ganze Plastik in unseren Gewässern und im Meer geht nicht nur auf Kosten von Kosmetik. Kunstfasern wie Fleece oder Polyester tragen einen Großteil zur Plastikverschmutzung bei, da sich beim Waschen feine Partikel lösen. Auch größerer Plastikmüll zersetzt sich langsam zu kleinen Partikeln, die für lange Zeit weiterexistieren.

Mikroplastik wird zum Makroproblem

WissenschaftlerInnen fürchten, dass das Mikroplastik und die Giftstoffe, das es akkumuliert, Vergiftungen, Unfruchtbarkeit und genetische Störungen bei Meeresbewohnern und potenziell auch bei Menschen auslösen kann, wenn es in größeren Dosen zu sich genommen wird.

Was wir fordern? Wir wollen klare Kennzeichnungen auf Kosmetikprodukten, die Mikroplastik enthalten. Nur so können KonsumentInnen wirklich bewusst eine Kaufentscheidung treffen.

Einige Länder haben den Einsatz von Mikroplastik in Kosmetik gesetzlich verboten. Hoffentlich folgt die EU bald diesem Beispiel. Bisher wird auf freiwillige Verzichterklärungen gesetzt. Leider hat sich bei vielen Herstellern trotz abgegebener Verzichtserklärung nichts geändert. Jedoch ist es nicht nur die Kosmetik allein, die das Plastikdisaster im Meer verschuldet. 

Was jeder von uns sofort tun kann?

  1. Vermeide Mikroplastik in Kosmetikprodukten. Greif zu zertifizierter Natur- oder Bio-Kosmetik und Du bist auf der sicheren Seite. Codecheck hilft Dir beim Aufspüren von Mikroplastik und bedenklichen Kosmetikinhaltsstoffen im Bad.
  2. Auch bei Kleidung findet man Alternativen in Naturfasern wie Baumwolle oder Viskose.
  3. Plastik im Alltag zu vermeiden, ist knifflig, aber auch das geht mit einigen Umstellungen. Tipps für ein plastikreduziertes oder plastikfreies Leben findest Du hier. Go plastic free!

Mikroplastik hat in der in Peelings & Co nichts zu suchen. Als Alternative bieten wir das Superfood-Peeling mit Pflanzensamen als Peelingkörper - ganz natürlich für die die Haut und unbedenklich für die Umwelt.